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Freitag, 7. April 2017

Organisation eines zugewiesenen Bewerbungsgespräches




Meine Anfrage an den SAV hier>>
bzw. unten

und seine Antwort einige Stunden später:
 


Sehr geehrte Frau Wendt, 

bitte kommen Sie Montag um 12:00 Uhr zur Ausgabe von Fahrscheinen für den Möbel
Kraft Bewerbertag ins Jobcenter Pankow und melden sich in der Eingangszone für eine
Vorsprache in meinem Büro an. 

Gern können Sie am Montag in Ihrem Bewerbungsoutfit zur Abholung der Tickets
vorbeischauen, dann können wir die Eignung der Kleidung zusammen beurteilen.

Bitte reichen Sie mir überdies eine Bestätigung, gerne per Mail, ein, dass für Ihr
Kind keine Hort- bzw. Ferienbetreuung durch die Schule möglich ist/ angeboten wird.

Ich wünsche ein schönes Wochenende.

XXX Herr M. XXX

  Arbeitsvermittler SGB II
  Team 765
 
 
 
Gesendet: Donnerstag, 6. April 2017 23:08
An: _BA-Jobcenter-Berlin-Pankow-Team765

Betreff: 033A261642 an Herrn M., Teamleitung oder Vertretung wegen Zuweisung zum
Schulungs-/Vorstellungstermin nächsten Dienstag
Wichtigkeit: Hoch

Sehr geehrter Herr M.,

Sie haben mich im Vermittlungsvorschlag vom 03. 04. 2017 unter Androhung
von einer 60% Sanktion gezwungen, mich persönlich am kommenden Dienstag in
Fredersdorf-Vogelsdorf für einen Job bei Möbel Kraft vorzustellen und
mich ggf. dort am Ort schulen zu lassen.

Um eine Sanktion zu vermeiden, beantrage ich folgende Leistungen:

1) eine Vorab-Bewilligung und Überweisung der Fahrtkosten

2) eine Übernahmebestätigung der möglichen Betreuungskosten für mein Kind,
alternativ die Fahrkosten für mein Kind, das mich zu solchen Erlebnissen
begleiten könnte als Bildungsprogramm in den Osterferien.

3) Die Klärung, dass ich mit den Kleidungsstücken, mit denen ich auch bei
Ihnen letztens vorsprach, mich beim Arbeitgeber vorstellen darf.
Ich habe keine eleganteren Schuhe parat als meine bei Ihnen im Gespräch
getragenen Stiefel und alternativ nur Sportschuhe oder Sandalen.
Die meisten meiner Kleidungsstücke (auch Blazer und Blusen, vor allem aber
die Hosen und Röcke) sind gebraucht oder lange getragen mit teilweise
sichtbaren Gebrauchsspuren. Wenn Sie eine bestimmte Vorstellung haben, was
ich anzuziehen habe bei so einem Termin, muss ich spätestens Montag Geld
für die Anschaffung anderer Kleidung haben, die ich dann noch am selben
Tag kaufen kann.
Ohne die rechtzeitige Überweisung von Bewerbungskleidungsgeld werde ich
nur mit den Sachen auftreten können, die ohnehin in meinem Kleiderschrank
vorhanden sind.

Sollte ich keine Nachricht von Ihnen erhalten, plane ich am kommenden
Dienstag eine Radtour ggf. mit meinem Sohn zum unmittelbar zugewiesenen
Vorstellungstermin, um den Schaden einer Sanktion abzuwehren.
Ich kann nicht garantieren, dort (pünktlich) anzukommen, wenn ich diese
weite Strecke Rad fahre und mein Sohn als Asthmatiker dabei ggf. sein
klappriges Rad mit meinem tauschen müsste.
Da mein Geld abgezählt ist*, kann ich mir Sonderausgaben wie Fahrtkosten
oder Bewerbungskleidung nicht leisten. Bedenken Sie, dass ich ohnehin
sanktioniert bin!

Mit freundlichem drängendem Gruß,
F.W.


*Hinweis: Aus der Überzahlung von Beträgen kann ich auch nicht einfach so
entgegen
meiner engen Kalkulationen Geld entnehmen, wenn mir nicht schriftlich
(oder auch per E-Mail über das Jobcenter) vorab verbindlich zugesichert
ist, dass ggf. nachträglich bestimmte Kosten in voller Höhe übernommen
werden. Denn alle überzahlten Summen muss ich nach Abgabe der EKS zurück
an das BA-Service-Haus überweisen.
 
 

 

NACHTRAG am 10.04.2017

Ich habe mir im Jobcenter Fahrkarten für den "Bewerbertag" geholt. Nicht, weil ich da so gerne hinfahren will, sondern weil ich für die erzwungene Veranstaltung nicht auch noch Geld ausgeben müssen will... Auch für meinen Sohn gab es Fahrkarten ;-)
Interessanterweise waren es ANSCHLUSSTICKETS - ich fragte, wie das denn mit dem Stadtbereich Berlin sein.
Der Vermittler sagte: "Das ist im Regelsatz enthalten" - ja, sehr witzig... das THEMA hatten wir schon mal, als der WENDEBERATER.de ausgerechnet hat, wie viele Fahrten man vom REGELSATZ hin- und zurück unternehmen kann, weswegen er auch schon so oft wegen "Erschleichens von Leistungen" vor Gericht stand.
Die Monatskarte ist nicht finanzierbar -  auch nicht für Kinder - laut "Warenkorb" HArtz IV.
Ich kann mir die Monatskarte (für gewöhnlich ohne Sanktion) leisten, weil ich als Selbständige einen Zuverdienst-FREIBETRAG habe und eben das Fahren für mich wichtiger ist als z.B. zum Friseur gehen ;-)

Ansonsten habe ich das Gespräch eröffnet, indem ich Herrn M. meinen Antrag auf LEBENSMITTELGUTSCHEINE über den Tisch schob.
"Oh, SIND WIR SCHON SO WEIT," fragte er mich. 
"Ja," sagte ich - ich weiß davon seit dem Wochenende. Dabei lächelte ich. Herr M. wirkte insgesamt eher betreten, wer weiß, was in ihm vorging.
Wir sprachen über das Thema Hortbetreuung, die es für einen Jungen in der 5. Klasse NICHT standardmäßig in Berlin gibt. Für Herrn M. war das mit dem Hort, der auch mal wechselte in den Ferien, ganz geläufig - er scheint auch Ost-sozialisiert zu sein wie ich. Und nach der 4. Klasse war dann Schluss, da musste man allein zurechtkommen - "aber ich weiß, heute ist das strenger mit der Aufsichtspflicht."

Er versuchte mir sehr vorsichtig nahezulegen, dass ich mich da erkundigen könne und das schon schaffen würde, längerfristig (wieder/noch) Ferienbetreuung zu finden. "Wie machen Sie das denn jetzt in Ihren Netzwerken und mit Ihren Aufträgen?"
"Die Arbeit, die ich mir selbst suche, passt in mein Leben - da kann das Kind prinzipiell mitkommen. Und Sie sehen ja, mein Kind ist heute nicht hier dabei, es besucht Freunde, wenn es in sein Leben passt. Und klar übernehmen wir Eltern untereinander mal die Aufsicht für andere Kinder. Doch keiner macht das verbindlich verlässlich für eine Zwangsveranstaltung, zu der ich geschickt werde."
Soweit käme es noch, die privaten Solidarnetzwerke auszunutzen, um besser für den Zwangsmarkt verfügbar zu sein... neee neee... können sie gern selbst für aufkommen... 

Also fahre ich morgen mit meinem kleinen, darüber nicht sonderlich begeisterten Kumpel zum Bewerbertag... der hat jetzt aber auch noch seinen Kumpel mitgebracht nach Haus, dann kann ich ja gleich zwei kleine Lausebengel mitnehmen, wenn dessen Eltern nicht die Aufsicht übernehmen spontan und ins Leben passend ;-)

Ach so, mein Bewerberoutfit* sei o.k. Das beurteilte Herr M. beiläufig. Die nicht mehr vollständig auswaschbaren Kaffeeflecke und abgerissenen Knöpfe störten ihn nicht. Ich glaub ihm war das unangenehm, mit mir solche Themen erörtern zu müssen... ;-)

*ich fand über die Organisatorin des Bewerbertages heraus, dass es eine MASSENVORSTELLUNGSRUNDE ist, wo man sich orientieren kann.

Meine Auswertung für HERRN M.:





Sehr geehrter Herr M.,

ich habe mit Interesse Dienstag den Bewerbertag in Vogelsdorf angeschaut,
worüber ich Ihnen die Fahrkarten abgeben werde.

Die folgenden Informationen sind NICHT zur Einpflege in eine Datenbank,
sondern ausschließlich zu Ihrer Information freiwillig von mir erteilt.

Nachdem ich nach ca. 2 Stunden Fahrtzeit den Ort erreichte, in Begleitung
meines Sohnes, der sich seinerseits weitere Begleitung gesucht hatte,
vernahm ich die Vorträge des Arbeitgeberservice Mitte, des neuen
Hausleiters der geplanten Möbel Kraft Niederlassung in Marzahn sowie des
Bildungsträgers BSI, der sich unmittelbar und größtenteils über die
Fortbildung erwerbsloser Menschen zu Möbel(verkaufs)experten finanziert.*

Natürlich habe ich auch, da ich schon einmal dort war, nicht darauf
verzichtet, ein Einzelgespräch zu führen.
Über dieses wurde zwar mündlich eine Verschwiegenheitserklärung seitens
des AG UND des Bildungsträgers bzgl. Weitergabe der Inhalte abgegeben,
doch ich möchte Ihnen gern mitteilen, warum ich nicht unmittelbar mit
einer Zusage von dort wegging.
Für Möbel Kraft ist bindend erforderlich, dass man samstags arbeitet und
das JEDEN Samstag aufgrund des Geschäftsbooms- auch schon in der
Ausbildungszeit mit voller Konzentration jeden Samstag da ist. Das sei das
wichtigste Kriterium, was auch schon im Vortrag thematisiert worden war,
alle anderen würden folgen.
Viel mehr war dann nicht zu besprechen, sie wunderten sich, wieso ich da
überhaupt mit Kind hingekommen sei.

*Stärkere Eingriffe in den freien Markt durch staatliche Gelder und
Steuerungen sind kaum denkbar, während ich mich in meiner Situation "dafür
schämen soll", meine Selbständigkeit oder auch nur meine Grundexistenz
(anteilig) aus unmittelbar staatlichen Mitteln zu finanzieren und mich
anderen zum Dienst anzubieten.

Gern würde ich jetzt auch Ihnen noch weitere Gedanken und Erkenntnisse
mitteilen und erläutern, möchte aber Ihre Geduld sowie Ihren möglichen
Sanktionsgedultsfaden nicht überstrapazieren und werde stattdessen meine
Erlebnisse weiterhin bloggen und öffentlich diskutieren außerhalb Ihres
Arbeitszimmers.


Mit besten Grüßen,
F.W.
 
Nachtrag 26.04.2017
 Nun will mich Herr M. für den Bewerbertag SANKTIONIEREN (60%) - siehe Erlebnistagebuch
und weitere News demnächst...
 
 
 

Kommentare:

  1. Liebe Frigga,

    ich gratuliere dir zu dem Termin heute - auch hier hast du die Fahrtkosten bekommen?? - und dein neuer Ansprechpartner hat dich - neben dem Geld für die neuen Klamotten und Fahrkarten - auch im Rahmen seiner Sofortberatungspflicht darauf hingewiesen, dass du natürlich einen Friseurtermin heute Nachmittag finanziert bekommst aus dem Vermittlungsbudget?? Super, deine Aktionen!!!

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    1. Herr M. vom Jobcenter Berlin Pankow: "Gern können Sie am Montag in Ihrem Bewerbungsoutfit zur Abholung der Tickets vorbeischauen, dann können wir die Eignung der Kleidung zusammen beurteilen."

      Jetzt wird es langsam krankhaft wirr im Denken und Handeln der Arbeitsvermittler dieses Jobcenters.

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    2. ich hab den Artikel aktualisiert um die heutigen Erlebnisse ;-)

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    3. Herr M. ist also Ost-sozialisiert. Das lässt ja tief blicken, denn Stasi-Mitarbeiter waren auch sehr Ost-sozialisiert. Wer die DDR-Diktatur als Normalbürger mitgemacht hat, der wird sicherlich nicht freiwillig bei einer Hartz-IV-Diktatur mitmachen um arbeitslose arme Menschen zu unterdrücken, es sei denn ...

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    4. Frigga könnte ja auch mal in einem Trainingsanzug zum Jobcenter respektive Arbeitgeber gehen.

      Auf der Vorderseite des Trainingsanzuges ein Spruch für das Jobcenter:

      "Man soll nicht nur immer nehmen, sondern sich auch mal etwas geben lassen. Zum Beispiel das Bedingungslose Grundeinkommen."


      Und auf der Rückseite ein Spruch für den Arbeitgeber:

      Vor dem Tor zur Fabrik hält der Arbeiter plötzlich an
      das schöne Wetter hat ihn am Rock gezupft
      und als er sich umwendet die Sonne betrachtet
      die rot leuchtet und beendet lächelt im bleigrauen Himmel
      zwinkert er ihr vertraulich zu, sag Kamerad Sonne
      meinst Du nicht auch man sollte verdammt bedenken
      einen solchen Tag dem Chef zu schenken?

      oder etwas schlichter ...

      Arbeitgeber sind Arbeitskraftnehmer

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    5. Geiler Spruch oben!

      Ich habe abgetragene, vom AV genehmigte Klamotten getragen - habe als Alternative noch ein paar andere Klamotten, vielleicht bei einem anderen Vorstellungsgespräch ;-)

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    6. "... vom AV genehmigte Klamotten getragen"

      Frigga muss also zuerst beim Jobcenter eine Genehmigung einholen, ob ihre Kleidung auch der Vorstellung des Arbeitsvermittlers entspricht. Nach welchem Paragraphen im SGB II wird das denn jetzt wieder geregelt? Das sieht ja so aus, als ob das Jobcenter Pankow sich jetzt auch schon an den Art. 2 Abs. 1 GG vergreift (Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt) um dem ALG II Empfänger auch hier wieder den Willen der BA aufzuzwingen. Das ist keine Behörde, das ist ein Sklavenmarkt.

      Wir erinnern uns sicherlich noch aus alten Hollywoodfilmen oder dem Geschichtsunterricht daran, dass vor 2000 Jahren die römischen Sklaven "Vollbeschäftigung" hatten, während ihre Besitzer im Dampfbad saßen, Wein tranken und sich mit jungen Sklavinnen vergnügten. Die römischen Sklaven sind heutzutage die ALG II Bezieher, die sich nicht wehren und sich in Slavenjobs drängen lassen. Die Besitzer dieser Lohnsklaven sind die Leute, die mit der Not armer Menschen ihre Geldbörsen füllen und die Sklavenfänger sind die Jobcentermitarbeiter, die ohne Skrupel ALG II Bezieher in Niedriglohnjobs mit dem Sklavenparagrahen (§ 10 SGB II) treiben.

      Apropos Sklavinnen aus der Zeit der alten Römer. Mal sehen wann die Bundesagentur für Arbeit (BA) auf den Gedanken kommt, dass sich junge arbeitslose Frauen ja auch mit einem Doppelbett "selbstständig" machen können, damit sie dem Staat - wer immer der "Staat" auch in Deutschland ist - nicht mehr auf der Tasche liegen. Vielleicht mit einem § XY SGB II, der folgendes besagt: "Eine gesunde junge Frau mit einem ansprechenden Erscheinungsbild, hat die Pflicht mit vollem Körpereinsatz die Beendigung ihrer Hilfebedürftigkeit herbeizuführen. Unter bestimmten Voraussetzungen können notwendige Arbeitsmittel (Kondome, Gleitmittel, etc.) von der BA erstattet werden." – Das mag sich jetzt nach Satire anhören, aber die Realität ist davon vielleicht gar nicht mehr so weit entfernt, wenn man sich einmal ins Gedächtnis ruft, wie seit Jahren mit Arbeitslosen verfahren wird. Wenn man mit § 10 SGB II aus einem gut ausgebildeten Handwerker, Meister, Ingenieur oder Kaufmann einen Hilfsarbeiter machen kann, warum sollte man dann noch davor zurückschrecken aus jungen Frauen "Dienstleisterinnen" in einem bestimmten Gewerbe zu machen?

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    7. lieber Vorredner: bitte nicht voreilig!
      FriGGa (also ich) "muss sich keine Genehmigung einholen" - es wurde nicht von mir verlangt und mir daher auch keine Rechtsgrundlage zitiert.
      Es war MEINE Idee, den AV darüber in Kenntnis zu setzen, dass ich keine neuwertige Gebrauchsfreie halbwegs "Bewerbungselegante" Kleidung habe. Ich machte das, damit nicht wieder im NACHHINEIN durch weitererzählen und BEWERTUNG meines Auftretens "Tatsachen geschaffen" und Sanktionen verhängt werden.
      Das ist natürlich auch jetzt noch möglich - aber nicht wegen "falscher Kleidung" oder vorsätzlicher Provokation des AG durch Mitbringen des Kindes... wo man eine "Genehmigung" eingeholt hat, kann es hinterher keine Verurteilung geben.

      Was die römischen Verhältnisse angeht, so hatten wir das in Hartz IV schon mehrfach... direkt und INDIREKT wurden Menschen im Rotlichtmillieu gehalten oder gegen ihren Wilen in solches Ambiente unter Sanktionsdroh vermittelt!

      Aber aus meiner sicht ist die Perversion nicht das horizontale Gewerbe, sondern der ZWANG generell zu jedem Gewerbe oder zu jeder Form der Ausbeutung besonders pervers, wenn "ZWang" zu "Freiwilligkeit" verbogen werden soll!

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    8. Apropos Prostitution.
      Habt Ihr das mitbekommen - es bieten sich jetzt neuerdings sogar junge Flüchtlingsmänner (!) in Berlin zur Prostitution an, weil sie reihenweise in die Obdachlosigkeit hier in unseren Breitengraden fallen!
      Die lernen gerade - hier muss man alten Männern (oder irgendwelchen Männern) den Pint lutschen, um ein bisschen Unterkunft und Verpflegung zu bekommen. :-/

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    9. @Andreas

      Dann werden sich demnächst wohl die deutschen Obdachlosen mit den obdachlosen Flüchtlingen um die besten Schlafplätze auf deutschen Straßen prügeln. In einem Land, in der man das eigene Volk, was überflüssig geworden ist, auf der Straße sitzen und frieren lässt, in so einem Land müssen auch die Flüchtlinge lernen, dass Deutschland nicht das Land der Dichter und Denker ist, sondern das Land der skrupellosen Geschäftemacher, die nur dem Mammon nachjagen und das Wort Mitleid nicht kennen.

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    10. Naja nee, glaub ich nicht, dass die sich mit deutschen Obdachlosen prügeln. Das hätten sie schon längst gemacht.
      Um zumindest in deutschen Großstädten obdachlos überleben zu können, muss man Alkohol saufen.
      Und damit haben die (meist muslimischen) Flüchtlinge ein erheblich noch größeres Problem, als Männern den Pint zu lutschen.
      Und überhaupt - Obdachlosigkeit!
      So etwas gibt/gab es in deren Ländern kaum.
      Wer in Muslimischen Ländern obdachlos wird, war mal wegen irgendeinem Verbrechen im Gefängnis da. Und Resozialisationen gibt es da gar nicht. Deshalb sind da solche Ex-Knastis quasi auch Freiwild.
      So kommt es z.B., dass bei uns hier in Berlin muslimische Flüchtlinge schon mal Obdachlose gefährlich attackieren (war letztens so ein Fall in der Presse!).
      Die denken das sind Ex-Verbrecher, an denen sie mal ihren Frust ablassen können.

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  2. Dem Jobcenter Pankow geht es nicht um die Vermittlung einer Arbeit für Frigga, sondern hier wird solange in Scheißjobs vermittelt, bis man wieder einen Grund findet, eine Sanktion aus dem Hut zu zaubern. Frigga steht ganz oben auf der Abschussliste des Jobcenters. In den alten Diktaturen traten sie einem die Haustür ein und schlugen einen dann zusammen, in dieser neuen Hartz IV Diktatur wird man solange schikaniert und sanktioniert bis man obdachlos und hungernd auf der Straße sitzt.

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    1. Um qualifizierte Arbeitsvermittlung geht es bei keinem Jobcenter, sonst müssten sie sich ja zum Schluss selbst vermitteln, das haben viele erlebt, die sich selbst echte Arbeit gesucht hatten, die aber nicht zustande kam, weil es solche Mitarbeiter in Behörden gibt.
      Hier geht es um qualifizierten kreativen Mut und Solidarität und das öffentlich und um die Suche nach Alternativen. Es gibt einige tolle Initiativen, die Betroffenen durch ihre Arbeit etwas die Angst nehmen und es gibt eben auch solche genialen Ideen, wie die von Frigga, danke und beide Daumen hoch!!

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    2. Ja genau.
      ...bis man obdachlos wird und hungernd auf der Straße sitzt.
      Und dann (!) können sich "sozial orientierte Politiker" wieder mit irgend welchen Hilfsorganisationen als Gutmenschen profilieren (das könnten sie nicht, wenn sie diese Diktatur-Methoden anordnen würden !).

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    3. Ihr Lieben - nochmal hier als Ergänzung:

      ich MÖCHTE gar nicht "zwangsvermittelt" werden!

      Die Vermittlungsleistung des JC ist NUR Zwang, auch wenn ich gelernt habe in den letzten Monaten, das auch für meine ZWecke einzusetzen ;-P


      Wenn jemand mir anders als JEDE Beratung, die ich im Jobcneter JEMALS erhielt, karrieretechnisch unter die Arme greifen möchte oder meine Hilfe für die Erfüllung seiner (Job)Aufgaben sucht oder mich mit anderen zwecks zusammenarbeit auf Augenhöhe bekannt machen möchte, dürfen diese Angebote und Anfragen ALLE frei von Sanktionsdrohungen zu mir als offenem, hilfsbereitem Menschen (mit natürlichen Ressourcenbegrenzungen) geschickt werden!
      ...ohne Garantie einer Reaktion meinerseits oder Abschluss eines einvernehmlichen Vertrages ;-)

      Ich möchte in dem Sinne weder als Putzfrau, Bergarbeiterin, Leuten-was-Aufschwatz-Manipulateurin noch als Astronautin oder Prinzessin "vermittelt" werden...
      auch wenn ich für meine Ziele und gemeinsame Ziele wie die echte TRANSFORMATION unseres Sozialsystems bereit bin, Dreck wegzuwischen, mich in Strukturen reinzudenken, Umstände auf mich zu nehmen oder ins Weltall zu fliegen ;-)

      Es ist so: wenn man mich als Kind beim Kartoffelnschälen beobachtet hat, hätte man sagen können: willst Du später mal eine "Kartoffelschälerin" werden?
      Ich hätte dann gesagt: "ich schäle die Kartoffeln, damit ich einen Kartoffelsalat mache. Dazu gehören auch andere aufgaben. Mein Ziel ist der Kartoffelsalat und dessen Entstehung - nicht um ihrer selbst willen ständig (und das auch noch zu Gewinnzwecken anderer) Kartoffeln zu schälen (und ohne dem als wertlos, faul und nicht unterstützenswert zu gelten)!!!
      Von daher empfand ich Fragen wie "was willst du mal werden" auch oft belastend und rechtfertigung fordernd während ich immer genau sagen konnte, was ich (mit)machen würde, was ich interessant fand und offen dafür war, mich in die Organisations- und Gestaltungsprozesse ungeachtet irgendwelcher "Vergütungen" einzubringen.

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  3. "Viel mehr war dann nicht zu besprechen, sie wunderten sich, wieso ich da überhaupt mit Kind hingekommen sei." - Wahrscheinlich wird Frigga W. jetzt vom Jobcenter sanktioniert, weil sie ein Kind hat.

    Möbel Kraft - Die Möbel Kraft AG ist ein Einzelhandelsunternehmen in der Möbelbranche. Wenn Möbel Kraft schon gezwungen ist, sich Menschenmaterial vom Jobcenter schicken lassen zu müssen, die darüber hinaus auch keine Erfahrungen im Verkauf von Möbeln haben, dann kann man davon ausgehen, dass gelernte Möbelverkäufer bei Möbel Kraft nicht arbeiten wollen, weil entweder der Verdienst unterirdisch oder das Arbeitsklima schlecht ist. Zum Glück gibt es ja die Jobcenter, die mit § 10 SGB II die Arbeitslosen in jede noch so schlechte Arbeit reinprügeln dürfen. Ein Hoch auf die SPD, der wir zu verdanken haben, das Deutschland in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit das Niedriglohnland Nummer 1 in Europa geworden ist.

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    1. Hehe - nein, ich werde nicht deswegen sanktioniert ;-) Ich habe ja sogar die Fahrkarten für meinen Sohn vom Jobcenter/Herrn M. bekommen, damit ich ihn mitnehmen kann ;-)))
      Nein, es wird indirekt versucht. Ich möge in meinen Bewerbungen, wenn ich meine Mutterschaft erwähne, auch betonen, dass die Kinderbetreuung sichergestellt ist... diese und andere Selbstvermarktungen soll ich erst lernen, in einem Bewerbungstraining mal wieder.
      Meine Vermittlungshemnisse sind wahrheitsgemäß nicht nur das Kind (11), sondern auch meine Selbständigkeit und persönliche Einstellung (Diagnose Menschenwürde - zu der ich nicht das stockholmsyndromige Betteln um "Recht auf Arbeit" zähle).
      Aber auch bei der nächsten Maßnahme werde ich keine Datenspeicherungseinwilligung erteilen und auch nicht gegen meinen Willen etwas unterzeichnen, ohne es als das kenntlich zu machen... Verträge müssen mir vorgelegt werden und diese werde ich (rechtlich) prüfen lassen, bevor ich ERWÄGE, sie freiwillig zu unterschreiben... wo keine VERTRAGSFREIHEIT sondern "zuweisung" besteht, muss das ohne meine Unterschrift funktionieren...
      oder aber die Verträge sind ungültig...
      Da ein gleichgelagerter Fall gerade vor Gericht ist, wird es höchst interessant, wenn auch der neue Vermittler mich DESWEGEN sanktioniert und dann ggf. beide Sanktionen auf einen SChlag gekippt werden (eines Tages)...

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    2. "... Selbstvermarktungen soll ich erst lernen, in einem Bewerbungstraining"

      Die Bewerbungstrainer in den Weiterbildungsinstituten sind meistens BWL'er die keinen Job als Betriebswirt finden. Die Leute, die es also selbst nicht geschafft haben in ihrem eigenen Beruf einen Job zu finden, versuchen in solchen Einrichtungen anderen Menschen zu erzählen, wie man einen Job findet. Das Groteske daran erkennen leider die meisten Arbeitslosen nicht, die in so ein Bewerbungstraining unter Androhung von Sanktionen geschickt werden.

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