Dienstag, 7. November 2017

Sanktionen werden zersägt durch ausgesetzte EGV per VA

Aktualisiert: Bewerbungskostenfrage unklar - EGV-VA lahmgelegt bis Prozess - bis "auf weiteres" keine Gültigkeit des EGV-VA (ergo kein Bewerbungszwang)

... und noch eine Säge vom 8. 11. hinterher - die schneiden mir die Sanktions Goldmedaillen ab bevor ich sie angelegt habe - und das ist gut so!


Bis zur gerichtlichen Klärung und bis auf weiteres muss ich mich - auch rückwirkend - nicht mehr zwangsbewerben/"Eigenbemühungen" - das heißt mindestens eine der Sanktionen - die 60% Sanktion - wird aufgelöst werden!
Damit rutscht dann die 100% Sanktion auch herunter auf 60%.





Sanktionssäge Teil 2 vom 8. 11. 2017


zum Schutz des Kindes vor Zugriff der Antragstellerin aus dessen SGB-II-Leistungen hätten von Amts wegen Sach- und gledwert Leistungen zugesprochen werden müssen...
Sprich weil eine sanktionierte Mutter potentiell das Geld ihres Kindes für sich einsetzt, muss sie die Gutscheine gleich gestellt bekommen - auch ohne separaten Anftrag dazu... (?)





Hohes Gericht - ZERSÄGEN Sie diese Sanktionen  - mit welcher BEGRÜNDUNG auch immer - ICH finde, wie vermutlich bekannt, diese und alle anderen Sanktionen aus allen vorgetragenen Gründen ohnehin rechtswidrig. Ob Sie dabei nun mitgehen und sich gleich an der Nichtigkeit von SGB-II versuchen/zumindest an den Sanktionsparagraphen oder die Sanktionen aus einem anderen Grunde auflösen, ist an dieser Stelle egal.

DANKE.

P.S.: es ist unerheblich ob ich als anständige Mutter meinem Kind nicht sein Geld weggemopst habe und es ist aufh unerheblich ob das Jobcenter auf meinen initiativ-Antrag Gutscheine herausgab - der Bescheid ist falsch wegen des Formfehlers.

Und diesen Formfehler beinhaltet übrigens auch meine 100% Sanktion - Bescheid vom 23. 10. 2017 neben einigen anderen und ich wäre höchst dankbar, das an das Verfahren gegen jene auch anzufügen, damit auch die zersägt werden wird.


feierlichen Gruß
FriGGa Wendt

Kommentare:

  1. "Sanktionen werden zersägt ..."

    Unmenschliche Systeme gedeihen immer eine gewisse Zeit, weil es viele kleine Handlanger gibt, die alles mitmachen was das System von ihnen verlangt. Solche Kreaturen, die sich keine Gedanken machen und die Drecksarbeit für die momentanen Machthaber ausführen, hat es in der Weltgeschichte immer gegeben und wird es wohl auch weiterhin geben, solange es Menschen auf dieser Welt gibt.

    Dieses menschenverachtende Hartz4-System wird aber sicherlich in naher Zukunft verschwunden sein, denn auch solche Systeme haben nur eine gewisse Halbwertszeit und in diesem Hartz4-System sind bestimmt schon einige Halbwertszeiten vergangen.

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    1. Super Idee,kein Hartz IV - dann würden vielleicht manche Leute doch tatsächlich ihren Geist,Kraft und Intellekt nicht im Kampf gegen das ach so unmenschliche System und die bösen Angestellten im Jobcenter verschwenden sondern müssten tatsächlich sich selbst um ihren Lebensunterhalt für Miete und Essen kümmern!Sie, Fr.W. fühlen sich beleidigt wegen eines "unmoralischen Jobangebotes" und reiten seit Monaten darauf rum. Haben Sie denn nur dieses eine Arbeitsangebot bekommen? Als intelligente junge Frau sollten Sie doch eigentlich selbst in der Lage sein eine angemessene Tätigkeit zu finden, die entsprechend vergütet wird um sich und ihr Kind zu unterhalten, denn bei Ihrer sogenannten selbständigen Tätigkeit kann es sich ja nicht um eine Vollzeitbeschäftigung handeln? Ich persönlich finde Ihre Einstellung teilweise als Beleidigung für alle fleißigen Menschen, die jeden Tag ihrer Arbeit nachgehen (Verkäufer, Ärzte , Busfahrer, Bauern ...). Übrigens gibt es bedingloses Grundeinkommen für alle von 0 bis 18 - reicht zwar nicht für sämtliche Bedürfnisse des jungen Menschen, aber seit hunderten von Jahren sind immer die Eltern für ihre Kinder zuständig! Selbst in der Tierwelt kümmern sich in der Regel die Eltern um ihren Nachwuchs.

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    2. Super Idee,kein Hartz IV - dann würden vielleicht manche Leute doch tatsächlich ihren Geist,Kraft und Intellekt nicht im Kampf gegen das ach so unmenschliche System und die bösen Angestellten im Jobcenter verschwenden sondern müssten tatsächlich sich selbst um ihren Lebensunterhalt für Miete und Essen kümmern!Sie, Fr.W. fühlen sich beleidigt wegen eines "unmoralischen Jobangebotes" und reiten seit Monaten darauf rum. Haben Sie denn nur dieses eine Arbeitsangebot bekommen? Als intelligente junge Frau sollten Sie doch eigentlich selbst in der Lage sein eine angemessene Tätigkeit zu finden, die entsprechend vergütet wird um sich und ihr Kind zu unterhalten, denn bei Ihrer sogenannten selbständigen Tätigkeit kann es sich ja nicht um eine Vollzeitbeschäftigung handeln? Ich persönlich finde Ihre Einstellung teilweise als Beleidigung für alle fleißigen Menschen, die jeden Tag ihrer Arbeit nachgehen (Verkäufer, Ärzte , Busfahrer, Bauern ...). Übrigens gibt es bedingloses Grundeinkommen für alle von 0 bis 18 - reicht zwar nicht für sämtliche Bedürfnisse des jungen Menschen, aber seit hunderten von Jahren sind immer die Eltern für ihre Kinder zuständig! Selbst in der Tierwelt kümmern sich in der Regel die Eltern um ihren Nachwuchs.

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    3. @ Anonym 8. November 2017 um 12:32

      "... für alle fleißigen Menschen, die jeden Tag ihrer Arbeit nachgehen (Verkäufer, Ärzte , Busfahrer, Bauern, ...)"

      Nicht schon wieder das ewige Blabla, dass die fleißigen Menschen für die "faulen Hartz IV Schmarotzer" arbeiten müssen. So langsam könnten die Agenda 2010 Befürworter, die in ihrem Leben sicherlich selbst noch nie richtig gearbeitet haben, sich mal einen neuen Text ausdenken. Worum es hier wirklich geht, dass haben solche Leute wie Sie scheinbar immer noch nicht verstanden. Wir befinden uns auf den Weg in ein neues Zeitalter, denn die Wirtschaft steht an der Schwelle zur vierten industriellen Revolution. Durch das Internet getrieben, wachsen reale und virtuelle Welten zu einem Internet der Dinge zusammen. Das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 zielt gerade darauf ab, die deutsche Industrie zu verändern. International steht Industrie 4.0 heute für die Digitalisierung der Industrie. Es ist auch alles nur noch eine Frage der Zeit, dann sind sämtliche Arbeitsplätze durch Maschinen besetzt. Der nächste Schritt zum Roboter der selbständig denkt, wird nur noch dadurch aufgehalten, dass die benötigte Computeralgebra noch nicht zur Verfügung steht. Das ist aber nur eine Frage der Zeit und wird von Mathematikern und Informatikern demnächst sicherlich gelöst werden.

      Wir haben jetzt schon über 6 Millionen reale Arbeitslose (ALG 1 und ALG 2) laut Prof. Dr. Gerd Bosbach (Statistikprofessor) und unzählige Niedriglohnsklaven, die von ihrem kargen Lohn nicht leben können. Da müssten wir schon in die 1960er Jahre zurück um für unsere Bürger wieder genügend Jobs zu haben, von dem der Bürger auch anständig leben kann. Die Welt von 2017 sieht so aus: Regelungstechnisch gesteuerte Fabrikstraßen, Fahrkartenautomaten in jedem Bahnhof, Computergesteuerte Lager mit digitalisiertes Bestandsmanagement, Landmaschinen die durch GPS gesteuert selbständig auf den Feldern die Ernten einfahren, und so weiter.

      "... im Kampf gegen das ach so unmenschliche System und die bösen Angestellten im Jobcenter verschwenden"

      War das ein Hinweis auf Ihre berufliche Tätigkeit? Wenn ja, dann tut es mir leid, dass Sie im Jobcenter einer Gehirnwäsche ausgesetzt waren und deshalb nicht mehr selbständig denken können, denn anders ist Ihr Kommentar nicht zu erklären.

      Versuchen Sie doch einmal sich mit Halbleitertechnologie und Regelungstechnik zu befassen, um die Welt des 21. Jahrhunderts besser zu verstehen. Keine Angst, mit solchen Dingen kann man sich auch befassen, ohne etwas von komplizierten Differentialgleichungen zu verstehen. Haben Sie einfach Mut und streifen Sie die Ketten der Unwissenheit von sich, dann können wir gemeinsam in das 21. Jahrhundert gehen.

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    4. Sie sind nicht zufällig Jan Fleischhauer? Nö, der wäre selbst bissiger...

      Oh doch - sie REITET GERN DRAUF RUM - das wusste schon mein Herzallerliebster Herr L. festzustellen, dass eine Frau Wendt sowas macht. Daher hätte er mir so einen Job sicher nicht aufgezwungen.
      Und mein anderes liebes Freundchen, sein Kollege Herr M. sagte zu mir: "wie schön, dass es GERICHTE gibt."

      Arbeit auf Erwerb einzugrenzen - ist so reif wie "Freiheit" auf "freie Arbeit" (statt Strafe) zu beschränken - oder wie Liebe mit Prostitution gleichzusetzen ;-)))

      Aber da Sie so reizend sind, das Tierreich zu erwähnen, lege ich Ihnen (mal wieder) unser Begrüßungsvideo von gfa ans Herz:

      https://youtu.be/FCyz1K_hb9k

      Lieber gekränkter Mitmensch, genießen Sie Ihren Feierabend, wohl wissend dass Sozialgerichte dieser Tage niemals arbeitslos werden...

      Wäre ich nicht "intelligent", sondern lediglich "vernutzungs-klug", würde ich vielleicht so denken wie Du bzw. wie Sie- aber ich nehme lieber die Erkenntnissessenzen ernst, zu denen auch solche Leute wie Prof. Mausfeld kommen:

      https://www.youtube.com/watch?v=aK1eUnfcK4Q

      und suche mit derartigem Wissen im Hinterkopf nach Umsetzungen, die mir möglich sind - die nicht auf den Erhalt eines zwangssystems angewiesen sind, sondern ihm bei der Transformation helfen.

      Jeder Bauer, Busfahrer Arzt möge von seinem Standpunkt aus mitmachen - und jeder Anwalt und Arbeitsvermittler auch ;-)

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    5. "Journalisten" wie Jan Fleischhauer haben aus dem einst renommierten SPIEGEL eine Bildzeitung für Abiturienten gemacht.

      "Warum sollte man angesichts faktischer Vollbeschäftigung ein bedingungsloses oder solidarisches Grundeinkommen einführen? Der Spiegel-Kolumnist Jan Fleischhauer sieht darin wenig Sinn. „Außerdem gebe es doch schon ein Grundeinkommen: Es heißt halt Hartz IV. Diese Hartz IV Menschen können wahrscheinlich nicht mehr richtig arbeiten, weil sie zum Beispiel morgens gar nicht mehr aus dem Bett finden. Oder eben tagsüber schon so beschickert sind, dass man sie jedenfalls nicht an irgendeine Maschine mehr lassen kann“, so der Journalist Jan Fleischhauer." [Quelle: Deutschlandfunk]

      Der Hartz IV Empfänger ist nach Jan Fleischhauers Meinung also entweder faul oder ständig besoffen. Außerdem gibt es für Jan Fleischhauer schon wieder Vollbeschäftigung. Solange das System solche Schreiberknechte wie Jan Fleischhauer hat, muss das System sich jedenfalls keine Sorgen machen, dass der Bürger gegen die asozialen Zustände in Deutschland einmal aufbegehrt. Wenn man sich solche Kommentare wie den von Anonym 8. November 2017 um 12:32 anschaut, dann tragen solche Frechheiten, wie der eines Jan Fleischhauer, leider schon Früchte.

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    6. Mal etwas für die gestockholmsyndromten Anonymuse hier.
      Stichwort Fleiß.
      Unsere Arbeitswelt wird vom Mammon bestimmt.
      Und bei diesem Mammon gibt es eine Eigentumverlagerung von fleißig nach reich.
      Will man nicht sein Eigentum dem Mammon in den Rachen werfen, DARF MAN NICHT fleißig zu sein!

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    7. Ich wende mich hiermit nochmals an Anonym 8. 11. 12:36

      Wollen wir die Thematik "was wäre, wenn es kein HArtz IV gäbe" mal anderswo diskutieren? Ich wurde das schon von der Teamleiterin Frau H., privaten Freunden und auf Aktionen gefragt - auch von Kindern hin und wieder - ich sehe da großen Bedarf, sich das einmal in verschwiedenen Szenarien auszumalen. Punkt 1 ist die größte Verwechselung dieser Frage mit der IDEE, dass NUR DER GEFRAGTE kein Hartz IV mehr BEKÄME und ansonsten ALLES SO BLIEBE WIE JETZT inkl. Arbeitszwang und der Vorstellung, "in Notfällen schambehaftet abgesichert zu sein"... das ist aber "wenn es kein HArtz IV gibt" nicht der Fall - es gäbe dann z.B. von heute auf morgen unzählige Arbeitslose MEHR - nämlich mindestens alle JC-MitarbeiterInnen und alle Maßnahmemitwirkenden in irgend einer Form - aber auch alle Firmen der Organisation und technischen Supports drum herum wären pleite oder hätten Einbußen.
      Wenn (m)eine halbe Straße plötzlich vor der Zwangsräumung stünde, wäre das etwas anderes, als wenn nur ich allein unter dieser persönlichen und als individuell bewerteten Situation stünde.
      Folglich änderte sich auch der Fokus der Diskussion weg vom "wie würde denn eine Frau Wend im heutgen System zu Geld kommen durch Selbstvermarktung" hin zu "was wären die gsellschaftlichen Transformationen, mit denen (nicht nur) eine Frau Wendt in Wechselwirkung und vor allem auch effektiver Mitgestaltung steht".


      "Sie, Fr.W. fühlen sich beleidigt wegen eines "unmoralischen Jobangebotes" und reiten seit Monaten darauf rum. Haben Sie denn nur dieses eine Arbeitsangebot bekommen?"

      Verdrängung!

      Es ist bezogen auf das sanktionsbewehrte Sexshop"angebot" egal was mir mein AV alles "angeboten" hat - er HAT dieses Angebot gemacht.
      Ich denke Deine Argumentation mal weiter:
      Wäre jemand wie der AV mein Freund, der oft und einvermehmlich mit mir intim gewesen wäre, würde das den Unrechtscharakter eines (einmaligen) "Vergewaltigungsausrutschers" auch nicht aufheben und könnte neben Rechtsstreitigkeiten auch der Grund zur persönlichen Trennung sein.

      Übrigens waren die anderen Angebote (sind teilweise veröffentlicht) auch fast alle "zwangsbehaftet" also unter Sanktionsdrohungen - es lag nur an der Sensationslust der Öffentlichkeit, sich überwiegend auf den Bezug zum Sexuellen zu beschränken anstatt die grundlegende gewaltsame Umerziehungstaktik mit mir zusammen zu kritisieren.
      Das "ungebührliche Angebot" begründet einen BRUCH in Sachen der zuvor meinerseits zwar grundsatzkritisierten, personell aber hingenommenen Situation.
      Nach dem Vorfall und ausgehend von der Reaktion dieses besagten Mannes war die ohnehin strukturell belastete Lage aber zu einer persönlichen Unzumutbarkeit für mich geworden, mir IRGENDWAS von diesem Kerl vorschreiben zu lassen! Als "Zuständiger" für mich hatte er sich damit disqualifiziert - aus formalen Gründen.
      Die Behörde hat sich damit - also mit einer PRAKTISCHEN Anerkennung eines Fehlers (den mein Herr M. nur begehen konnte, weil die Behörde dieses Werkzeug zur Verfügung gestellt hat und ggf. vergessen hat, Warnhinweise für Leute wie ihn anzubringen) - unheimlich schwer getan und wird das vermutlich jetzt auch wegzudiskutieren versuchen, wenn ich "eine Neue" kriegen soll.
      Unabhängig von alledem habe ich Herrn M. immer alle Türen offen gelassen, sich außerhalb der Machtkonstruktion Jobcenter persönlich bei mir zu entschuldigen und auch seine eigenen Kränkungen oder Irritationen aussprechen zu dürfen, von denen er durchzogen zu sein scheint, wenn man seine Schriftsätze aufmerksam liest.
      ...

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    8. ...
      Ich frage nun Sie bzw. der Einfachheit Dich kritisch:

      findest Du o.k., dass jemand - ungeachtet seiner sonstigen Haltung - zur Arbeit im Sexshop gezwungen wird?
      Gibt es bestimmte Kriterien, die man oder frau erfüllen muss, die dann rechtfertigen, dass so eine Offerte unter 60%Leistungskürzungszwang gegeben werden darf?

      Wie und auf welcher emotionalen Grundlage begegnet man danach noch überhaupt irgendeinem "Angebot" aus diesem Hause, das man nicht selber konkret erfragt hat?

      Und meinst Du, sowas sollte vergessen und verschwiegen werden, etwa wenn man sich bei einer Schule als Lehrerin vorstellen soll, wie das Jobcenter mir jetzt unter 30%Sanktionsdrohungsofferte anbot - eine Kollegin des Herrn M. hat es von seinem Briefkopf ausgestellt...

      "Ich persönlich finde Ihre Einstellung teilweise als Beleidigung für alle fleißigen Menschen, die jeden Tag ihrer Arbeit nachgehen (Verkäufer, Ärzte , Busfahrer, Bauern ...)."

      Bitte lege dar, wo wie wann ich jemanden BELEIDIGT hätte. Oder denk diese Gedanken weiter und erörtere sie hier vor allen Mitlesenden. Das wäre mutig und konstruktiv - wo Du Dich schonmal die Mühe gemacht hast, Dich überhaupt mit mir zu befassen.
      Dazu lege ich Dir einmal ans Herz, was ich dank der Frage meines Arbeitsvermittlers Herrn L. in Ruhe als Hausaufgabe mal ausgearbeitet hatte:

      http://bewerbungstrainingfuerdenbundestag.blogspot.com/p/an-die-kassiererin-die-160hmonat.html

      Wenn ich wegen meiner Klagen- und Aktionsfixierung "unmoralisch" für Dich erscheine im Vergleich zu "moralisch wertvollen Busfahrern und Ärzten", dann nicht weniger als ein JURIST, ein BANKER, POLITIKER oder sonstjemand, der sich durch Reden und Argumentieren sein Einkommen sichert und genau an diesen - auch an mir auftretenden Prozessen und Gesetzesdebatten - finanziell und geltungsmäßig profitiert.

      Und abschließend: habe ich (oder jeder andere aus Deiner Sicht "nicht Fleißige") ein RECHT AUF EXISTENZ, das der PFLICHT ZUM GEHORSAM übersteht?

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    9. "PFLICHT ZUM GEHORSAM"

      Ziviler Ungehorsam richtet sich ja nicht per se gegen das Gesetz. Es geht darum, Kritik in einer Demokratie üben zu dürfen. Es ist ja auch ein Merkmal der Demokratie, dass es gerechte Gesetze gibt, die wir befolgen müssen, und das es ungerechte Gesetze gibt, die wir nicht befolgen dürfen, damit die geändert werden. Der Ungehorsame ist nicht gegen gerechte Gesetze, sondern der Ungehorsame sorgt dafür, dass es in einer Demokratie gerechter wird. Der „Ungehorsame“ schafft also Recht!

      Ungehorsam gegen die Jobcenter und gegen das grundgesetzwidrige SGB II ist sogar Bürgerpflicht, wenn man sich Art. 20 GG einmal genau durchliest, besonders den Absatz 4. Der Widerstand (Ungehorsam) ist somit sogar rechtlich durch das Grundgesetz abgesichert.

      M.S.

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  2. Auswirkungen von Sanktionen im SGB II
    https://www.bundestag.de/blob/497906/f2a6382d0a8b3d3afbf9bb4dffdabc59/wd-6-004-17-pdf-data.pdf

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    1. Bei dem LINK handelt es sich um eine Studie die vom Deutscher Bundestag in Auftrag gegeben wurde. "Auswirkungen von Sanktionen im SGB II". Man muss sich das einmal vorstellen: Die haben eine Studie in Auftrag gegeben, in dem steht, dass Millionen Bürger durch das SGB II hungern müssen, obdachlos werden, systematisch krank gemacht werden und so weiter und so fort. Aber anstatt diesen Irrsinn endlich zu beenden, machen sie immer weiter und geben den Jobcentermitarbeitern sogar noch mehr Knüppel zum verdreschen der arbeitslosen Bürger in die Hand. Wofür haben unsere Volksvertreter eigentlich eine Studie in Auftrag gegeben, wenn sie die Studie im Bundestag nur auf Toilette benutzen?

      Kleiner Auszug aus der Studie

      "Die Einbußen an Leistungen zur Existenzsicherung konnten laut Studie nur sehr begrenzt durch alternative Einkommen oder Subsistenzmittel kompensiert werden. Knapp ein Drittel der Befragten nutzte Lebensmittelgutscheine. Fast alle der Betroffenen gaben aber an, dass diese Variante für sie demütigend war und sie sich oftmals bloßgestellt fühlten. [...] Die Sanktionen führten zu einer mangelhaften Ernährung. In einem Fall sprach die Person explizit von zeitweisem Hungerleiden. Aber auch die weiter oben bereits aufgeführten Einsparungen bei Arzt und Medikamenten resultierten aus den fehlenden Einnahmen. Durch die Sanktionen hervorgerufene Schuldgefühle führten bei einem Befragten zu einer psychischen Störung und einer chronischen Krankheit; bei einem weiteren Interviewten wurde die bereits bestehende Existenzangst, wegen der er bereits in Behandlung war, weiter verstärkt. [...] Entstandene Mietrückstände konnten von Arbeitslosengeld II-Beziehern kaum ausgeglichen werden. Die Jobcenter, die bei der Lösung der Probleme mithelfen sollten, wurden in der Studie eher als Verursacher dieser Schwierigkeiten betitelt: Sie förderten die Entstehung von Wohnungsnotlagen durch eine repressive Auslegung der „Angemessenheitsgrenzen“ der Miete, systematische Fehler, Verschleppung bei der Antragsbearbeitung und Sanktionen. Sie
      waren laut Studie in vielen Fällen direkt verantwortlich für durch Mietrückstände entstandene Kündigungen, erzwungene Umzüge und Zwangsräumungen. Dadurch erübrigte sich aus der Sicht der Betroffenen die Möglichkeit der Beratung und Unterstützung durch die Jobcenter. Die in der Studie befragten „Sozialen Wohnhilfen“berichteten, dass sie ihre Klienten vorzugsweise zu Terminen des Jobcenters bezüglich der Wohnungssituation begleiten. Ohne diese Unterstützung würdenes viele Menschen nicht schaffen, ihre Ansprüche geltend zu machen."

      https://www.bundestag.de/blob/497906/f2a6382d0a8b3d3afbf9bb4dffdabc59/wd-6-004-17-pdf-data.pdf

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  3. Hab hier gerade etwas doch auch zum Thema Passendes gefunden: http://www.nachdenkseiten.de/?p=41011

    LG an alle.

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    1. Selbst wenn die Bundesagentur für Arbeit, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ihre Hofberichterstatter, also die Tagesschau, jetzt 1.000.000 zusätzliche Arbeitslose zugeben würden, dann wäre das immer noch eine "Bürgerverarschung".

      Der Statistiker Prof. Dr. Gerd Bosbach vom Rhein-Ahr-Campus in Remagen schreibt folgendes: "In der Bundesagentur für Arbeit spricht man von ca. 3 Millionen Arbeitslose. Es gibt aber 5,3 Millionen erwerbsfähige Empfänger von Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II."

      Damit man mal eine Anschauung bekommt, was die von Professor Bosbach errechneten arbeitslosen 5.300.000 Menschen überhaupt für eine riesige Zahl ist, können wir ja mal die Einwohner der beiden größten Städte in Deutschland nehmen - Berlin (3.500.000) und Hamburg (1.800.000) - die ungefähr 5,3 Millionen Einwohner haben.

      Dazu kommt noch, dass die Bundesagentur für Arbeit eine Zahl von Unterbeschäftigten herausgibt. Diese Zahl der Unterbeschäftigten werden mit 4,1 Millionen angegeben. Unterbeschäftigung bedeutet aber auch nichts anderes als fehlende Arbeitsplätze, auch wenn man mit dem Wort Unterbeschäftigung das natürlich verharmlosen möchte, denn wenn man von einem Job nicht sein Leben bestreiten kann, dann ist das letztendlich kein Job. Das alles zeigt die wahre Dimension der versteckten Arbeitslosigkeit. Jeder Journalist in Deutschland weiß das, aber keiner haut mal auf den Tisch und prangert diese Fälschung an, die als "Schönung der Arbeitslosenzahlen" schon die Spatzen von den Dächern pfeifen. Warum nicht? - Ganz einfach. Weiter oben wurde schon von dem "Journalisten" Jan Fleischhauer gesprochen. 90 Prozent von unseren Journalisten sind sicherlich schon Klone eines Jan Fleischhauer, die alle auf der Gehaltsliste der Oberen Zehntausend stehen. Solange es diese Art von Journalisten gibt, wird Demokratie immer nur ein lustiges Wort im Grundgesetz sein. In Wahrheit hat bei uns die Timokratie das Sagen.

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