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Sonntag, 6. August 2017

Bewerbungskosten Wahlplakate

Sehr geehrtes Jobcenter Berlin Pankow,

hiermit beantrage ich für folgende Werbeaktion Fördermittel aus dem Vermittlungsbudget.

Entwurf:




Die Fertigungskosten pro Plakat betragen ca. 1-2 EUR.


Ich möchte mich als NACHHILFELEHRERIN für Grund- und Menschenrechte bewerben.
Aufgrund meiner hohen Expertise durch eigene Betroffenheit, Solidarität und Reflexion zu dem Thema bin ich dazu hoch qualifiziert und besonders geeignet.

Ich plane die Anbringung von Plakaten mit diesem Motiv im Rahmen der Bundestagswahl 2017. Aber auch ohne "Gewinnen" dieses absolut auf Konkurrenz basierten "Wettbewerbs um das Direktmandat" gegen zahlreiche Mitbewerber könnte ich so eine Stelle als Beraterin der Politik ergattern!



Weiterhin bin ich auf der Suche nach einem (neuen) Arbeitsvermittler.



Um diese Ausschreibung gut zu streuen und um für mich den/die passende für diese Aufgabe zu finden, der nicht in der Sicht auf die tatsächlichen Verhältnisse „blind“ und größere Zusammenhänge ignorierend „blockiert“ mich gewaltsam in ein sterbendes System „eingliedern" möchte, sondern mir bei meiner Aufgabe, das Grundeinkommen einzuführen, konstruktiv zuarbeitet, möchte ich eine Stelle ausschreiben und auch entsprechende Fördermittel (für diese Stelle) beantragen!
Über Kontaktaufnahme durch den Arbeitgeberservice wäre ich dankbar und verbleibe


mit b_esten G_rüßen e_rwartungsfroh,

Ihre FriGGa Wendt

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Nachtrag: mir wurde geraten, die Kosten von der Druckauflage abhängig zu beantragen - um so mehr Stück "ich drucken ließe", um so günstiger würde es.
Der Punkt: ich drucke/loche/laminiere selbst mit den Produktionsmitteln meines Ab-Wahl-Kollegen und wir müssen "nur" die Materialkosten tragen. Die Preise SIND SCHON hochgerechnet auf große Mengen A3-Karton, Laminierfolie, Tinte und Toner.
Da unsere anderen Plakate nicht übernommen werden, habe ich höflicherweise nur die zusätzlichen Plakate bestellt, die unmittelbar mit dieser "Bewerbung" zu tun haben. Dies könnte auch unabhängig vom unwahrscheinlichen Gewinnen des Direktmandates zu Einnahmen führen.

Bisherige Wahlaktion>>


Kommentare:

  1. Sehr schön. Weiter.
    Berlin ich komme.
    Zügige Grüße
    Löwenherz

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  2. ... es gab schon mehrfach zu Wahlen aufgestellte DirektkandidatiInnen, die Wahlkampfkosten als Bewerbungskosten abrechnen wollten.
    Einer hat dafür eine Ablehnung erhalten, die Arbeitsvermittlung sagte aber, man wolle den Wahlkampf nicht unnötig stören.

    Ein anderer Direktkandidat (für das BGE) war sogar freigestellt worden für die Kandidatur (fällt das unter "Teilnahme an Aufgaben/Ehrenamt zu (staats)politischen Zwecken" oder war es als enorme Eigenbemühung und Selbstvermarktung(straining) Begründung genug, sich um diesen Menschen "nicht jobcentermäßig intensiv zu "kümmern"?)
    Auf jeden Fall hätte das Jobcenter - auch bei mir - viele kreative Möglichkeiten, nicht NICHT die Fronten verhärten, sondern meine intrinsische Motivation in die Statistikerfüllung MIT EINBEZÖGEN.

    Statt dessen kam vorgestern das Zwangs"angebot" einer (Umerziehungs)Maßnahme, die ich in Vollzeit machen soll, weswegen man mir eigens den beantragten Sommerurlaub abgelehnt hatte.

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