Samstag, 28. Januar 2017

Übergabe der 3. Sanktionsanhörung (wegen einer Maßnahme)

Im Zuge der Ereignisse fand am 27. 01. 2017 eine ÜBERGABE meiner 3. Sanktionsanhörung statt.



Ich hatte sie diesmal als Ausdruck dabei -zusammengerollt und mit einem Schleifchen zugebunden:



TEXT hier>>

Ich saß mit einigen Freunden im Wartesaal nahe des Büros meines Arbeitsvermittlers im Jobcenter... um auf den Boten Ralph Boes zur Überbringung der Anhörung, zu warten.

Bevor Ralph zum Treffpunkt im Wartesaal kam, sah ich ungeplant meinen Arbeitsvermittler auf dem Gang und der kam dann unmittelbar darauf in den Wartebereich.

Dort rief er einen Mann auf, der offensichtlich nicht da war und ging rasch wieder.


Wir sprachen ihn nicht an und außer einem kurzen den Raum abscannenden Blick, der sich sofort abwandte, sagte auch er nichts.

Erst danach kam Ralph zu uns. Inzwischen hatte sich aber ein Sicherheitsmann vor Herrn L.s Bürobereich hingestellt.

Niemand von uns wollte zusätzlich die Lage eskalieren.
Ralph  würde  allein - auch ohne mich - bis zur Tür zu Herrn L. gehen.

Dieser hätte nach eigenem Vorgeben eigentlich einen Termin. Er müsste jetzt im Büro warten auf den (verspäteten) Kunden und könnte dabei auch auf Ralphs Klopfen reagieren. Es würde keine 10 Sekunden dauern, das Schreiben reinzureichen.

So war es aber nicht. Ralph traf ihn nicht an und gab dann das Schreiben bei einem jungen Mann nebenan ab.


Das Schreiben wird wohl inzwischen angekommen sein (der Sicherheit halber ging's danach nochmal per Fax mit Sendebeleg raus) ...

Ich finde bedauerlich, aber nicht zu ändern, dass Herr L. es nicht ohne Vorwarnung und Verunsicherung unter dem warmen freundlichen Blick von Ralph Boes persönlich angenommen hat...


Nach der Anhörungsübergabe kamen noch einige Kreidesprüche an der Grenze von Jobcenterterritorium und freiem Straßenland zustande:




"Nur die Würde zählt"

"Der Anspruch auf Menschenwürde ist ein terroristischer Anschlag auf das Wirtschaftssystem." war da nebst Internetlinks zu lesen... ;-)


...und wir ließen uns zur Mittagsstunde gemütlich in der jobcenternahen Kantine nieder. Dort waren überwiegend Männer am Speisen und ich fand zudem keine Toilette in der Nähe  - aber wen hält schon etwas Kreidestaub an den Fingern vom Essen ab - es sind ja, wie Ralph Boes mehrfach deutlich gezeigt hat, eher Sanktionen, die einen davon abhalten könnten...

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Sanktionsanhörung Hintergründe>>

zum Fall gehörige Dokumente (Stand 28. 01. 2017)>>


Kommentare:

  1. Paradoxie-Alarm:

    ... halt mal... eben hatte Herr L. noch nach einem (Termin)kunden gesucht, jetzt wartete er nichtmal 5 Minuten im Raum, ob dieser ggf. verspätet an die Tür klopfen würde? KOMISCH....

    ES KANN grundsätzlich sein, dass er sich über die gewonnene Zeit so gefreut hat, dass er schnell eine Pause machte oder anderswo was erledigte... aber:
    eine Freundin hatte die Idee, dass das Aufrufen des Mannes im Wartezimmer nur ein Vorwand gewesen sein könnte, um herauszufinden, ob ich im Haus sei und wenn ja mit wie vielen (nachdem er mich vielleicht nicht 100%ig auf die Entfernung erkannt hatte) - ein Blick aus Neugier in den Warteraum und um die diffuse Bedrohlichkeit einzuschätzen, die Herr L. vielleicht allerorten vermutet (nur nicht in SGB-II selbst...)?
    Das aber nur als eine Hypothese...

    Unwahrscheinlich ist, dass der Wachschutz nur zufällig just in dem Moment des Weges kam, um dann vor der Bürotür von Herrn L. zu warten...

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  2. Noch eine persönliche Ergänzung:

    Lieber Herr L. - ich sende Ihnen liebevolle und freiheitliche Gedanken, sich über alles hinauszuentwickeln und über Ihren (persönlichen) Schatten zu springen ... aber ich erwarte nicht von Ihnen, dass all das im Mindesten Ihr (Verwaltungs)Handeln tangiert...

    Ich RECHNE mit einer Sanktion, auch wenn mir diese nicht "zusteht", wenn man das Urteil zur "Freiwilligkeit in Datenspeichereinwilligungen"* ansieht und das von Ihnen insgesamt gezeigte Verwaltungshandeln mitbedenkt...

    *https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=151690

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  3. Sicherheitsmann vor Herrn L.s Bürobereich mit Namen Reiner Zufall...

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    1. ;-) Vielleicht spürt er (anstelle der Betroffenen) unmittelbar die ANGST, die durch Sanktionen ausgelöst werden soll?

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  4. du bist nicht allein, ich bin zurzeit 60 % sanktioniert, nächsten Moanat werden es wohl 100 % sein. Und auch bei dann drohender Obdachlosigkeit und all den Problemen die dann noch kommen, werde ich vor diesem kriminellen Abschaum nicht einknicken. Beleidigungsanzeigen habe ich von denen ebenfalls erhalten, Strafbefehl 150,-€
    Hoffentlich geht bei Ihnen alles Gut

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    1. Du bist hoffentlich mit Geldreserven oder DarlehengeberInnen ausgestattet (für deinen Widerstand) - und mit sanktionsfrei.de in Kontakt... und gibst Deinen Fall an Harald Thomé weiter, damit das zumindest indirekt in seiner Stellungnahme für Karlsruhe Eingang findet?

      Weswegen wurdest Du sanktioniert?

      Gib Deinem ArbeitsvermittlerInnen-Team freundlich die Fakten weiter und verwende gern dafür alles, ohne Haftung natürlich, was Du auf meinen/unseren Seiten findest. Magst Du veröffentlichen, welche "Beleidigungen" Dir vorgeworfen wurden?
      Wir hatten ja schonmal auch in den von mir veröffentlichten Fällen: "WARNUNG VOR DEN WIRKUNGEN VON gewissenloser REGIMETREUE (wie es zu früheren Zeiten auch oft schon war)="Nazivergleich" => Strafbefehl"...

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    2. Sanktioniert wurde/werde ich wegen angeblich nicht vorgelegter Eigenbemühungen.Ich bin mir nicht sicher was was ich von Thome' halten soll, es kusieren Gerüchte, das er auch Jobcenterpersonal schult, sowie Sanktionen für Verfassungskonform hält, daher habe ich mich nicht weiter mit Ihm beschäftigt. Ich habe aufschiebende Wirkung meiner Widersprüche beim Sozialgericht beantragt, aber noch kein Bescheid. Nachdem was ich auf dieser Seite so alles gelesen habe, wie die Justiz mit Ihnen und den anderen so umgegangen ist, stelle ich mich auf die selbe Umgangsweise ein. Die Beleidigung war tatsächlich eine sogar schriftlich, ich nannte meinen damaligen Arbeitsvermittler einen Wichser, dafür sollte ich 30 Sozialstunden leisten, als ich dieses ablehnte wurde es in eine Geldstrafe von 150,-€ umgewandelt.Danach war ich Ihn als AV los und bekam einen neu(e)n. Die haben eben nur noch ein Druckmittel, und das heisst Obdachlosigkeit, danach kommt nichts mehr, dann ist Schluß. Und obwohl ich auf mich allein gestellt bin, habe ich keine Angst vor denen, ich warte ab was als nächstes passiert.

      Mit freundlichen Grüßen vom Lande.

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